
Die Erhaltung und maßgebliche Prägung dieser traditionellen Jagdhunderasse
verdanken wir dem Hannoverschen Jägerhof. Dort wurde die alte Jagdtradition
sorgfältig gepflegt und der Ausbildung des Schweißhundes größte
Aufmerksamkeit geschenkt.
Für die Auswahl der Zuchttiere waren maßgeblich deren Leistung
und Farbe entscheidend, weniger die Körperform. Die Einarbeitung der Junghunde,
deren Ausbildung ca. 2 Jahre dauerte, erfolgte auf einer gesunden, kalten
Wildfährte. Erst wenn der Hund diesen Ausbildungsschritt sicher absolvierte
wurde zur eigentlichen Schweißarbeit übergegangen. Diese Ausbildungsmethode
ermöglichte jederzeit das Auffinden von krankgeschossenem Wild mit und ohne
Schweiß.
Heute stellt der Hannoversche Schweißhund neben dem Bayerischen
Gebirgsschweißhund einen der letzten begnadeten Vertreter, der für die hohe
Jagd gezüchteten und verwerteten Hunderassen dar. Seine Spezialisierung liegt
in der Verfolgung von angeschossenem Schalenwild.
Die saubere Arbeit auf der kranken Fährte erfordert eine feine
Nase sowie eine fleißige Arbeitseinstellung und stellt letztendlich ein Stück
aktiven Tierschutzes dar.